FRANKFURT (awp international)
---------- AKTIEN ----------
DEUTSCHLAND: - LEICHTER ERWARTET - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes werden am Freitag leichter erwartet. Finspreads taxierte den Dax am Morgen 0,41 Prozent tiefer bei 6.290 Punkten. Für den Leitindex steht auf Wochensicht nach einer schwankungsreichen Woche bislang ein plus von 0,70 Prozent zu Buche. Sorgen um das Wachstum in China und die anhaltende Unsicherheit um Griechenland lasteten am Morgen auf den Märkten, sagte Stratege Stan Shamu von IG Markets. Zudem dürften Berichte über die teuren Hilfsmassnahmen für Bankia in Spanien belasten. Die Vorgabe ist leicht positiv: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann 0,20 Prozent seit dem Dax-Schluss am Vorabend. Im Verlauf könnten Daten zum Verbrauchervertrauen aus Frankreich und den USA nochmal Bewegung vor dem langen Pfingstwochenende bringen.
USA: - BERG- UND TALFAHRT - Konjunktursorgen in den USA und China haben den US-Aktienmarkt am Donnerstag auf eine Berg- und Talfahrt geschickt. Erst gegen Handelsende schaffte der Leitindex Dow Jones Industrial den Sprung in die Gewinnzone. Händler begründeten den späten Sprung in die Gewinnzone mit Aussagen des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti zu den von einigen europäischen Ländern favorisierten Eurobonds. Während des Handels hatten allerdings Konjunkturnachrichten aus den USA und China die Stimmung der Anleger gedrückt.
JAPAN: - KAUM VERÄNDERT - In Tokio ist die Börse am Freitag im späten Handel auf der Stelle getreten. Die anhaltende Unsicherheit um die Eurozone dämpfe die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer, hiess es.
DAX 6.315,89 +0,48% XDAX 6.296,20 -1,05% EuroSTOXX 50 2.156,52 +1,05% Stoxx50 2.278,43 +1,19% DJIA 12.529,75 +0,27% S&P 500 1.320,68 +0,14% NASDAQ 100 2.531,35 -0,62% Nikkei 8.574,91 +0,13% ---------- ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL ----------
RENTEN: - LEICHTE GEWINNE ERWARTET - Am deutschen Anleihemarkt dürften die Kurse am Freitag mit leichten Gewinnen in den Handel starten und an die Rekordjagd der Vortage anknüpfen. Der richtungsweisenden Euro-Bund-Future könnte nach Einschätzung von Händlern wieder über die Marke von 144 Punkten steigen. Am Vortag hatte er ein Rekordhoch bei 144,55 Punkten erreicht, war im späten Donnerstaghandel aber wieder knapp unter 144 Punkte gerutscht. Als Kurstreiber bei den Festverzinslichen nannten Händler die Aussicht auf eine etwas schwächere Eröffnung an den europäischen Aktienmärkten. Im weiteren Handelsverlauf stehen nur wenige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, und sie dürften kaum für nennenswerte Impulse am Rentenmarkt sorgen.
Bund-Future 143,99 0,06% T-Note-Future 133,47 -0,07% T-Bond-Future 147,31 -0,20%
DEVISEN: - GUT BEHAUPTET - Der Euro hat sich zum Wochenschluss im asiatischen Handel moderat erholt. Zuletzt stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2540 US-Dollar. Zuvor war er bist auf 1,2519 Dollar abgesackt. Aktuell ist der Euro auf dem Weg, seinen grössten Wochenverlust in diesem Jahr einzufahren. Die anhaltende Schuldenkrise in der Euro-Zone schürt weiter sorgen um das Wirtschaftswachstum der Region. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf 1,2557 (Mittwoch: 1,2659) Dollar festgesetzt.
(Alle Kurse 7:15 Uhr) Euro/USD 1,2538 +0,04% USD/Yen 79,68 +0,15% Euro/Yen 99,90 +0,13%
ROHÖL - PREISE LEICHT RÜCKLÄUFIG - Die Ölpreise sind am Freitag nach enttäuschenden Konjunkturdaten leicht gefallen. Am Markt sei die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Nachfrage nach Rohöl nach enttäuschenden Konjunkturdaten wieder gestiegen, hiess es von Experten. In den Vereinigten Staaten waren die Aufträge für langlebige Güter im April insgesamt leicht gestiegen. Allerdings waren sie ohne die grossvolumigen Transport-Orders um 0,6 Prozent gesunken. Für Unsicherheit über die weitere Ölnachfrage sorgen nach Einschätzung der Experten auch eine unerwartet starke Stimmungseintrübung bei europäischen Einkaufsmanagern und der Einbruch beim deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex vom Vortag.
Brent 106,23 -0,32 USD (7:15 Uhr) ---------- PRESSESCHAU ---------- - Europäische Investitionsbank will das Wachstum fördern, HB, S. 15 - Thüringens Ministerpräsidentin Lieberknecht hält Anreizsysteme bei Ökostrom für falsch, Interview, HB, S. 17 - Accenture-Deutschland-Chef Riemensperger über Chancen und Erfolge deutscher Firmen in den USA, Interview, HB, S. 18 - BVL-Vorstandschef Klinkner: Logistiker in Deutschland fürchten Euro-Kollaps, Interview, HB, S. 24 - IfW-Präsident Snower warnt: Kommt es wegen gescheiterter Atomgespräche mit dem Iran zum Konflikt, stürzt die Welt in eine tiefe Wirtschaftskrise, Gastbeitrag, HB, s. 10 - Ex-EZB-Chefvolkswirt Issing: Haupteinwand gegen Akzeptanz einer höheren Inflationsrate läge in dem kaum mehr zu behebenden Schaden für die Reputation der EZB, Gastbeitrag, HB, S. 80 - Chinesisches Konsortium interessiert sich für britische Kernkrafttochter von Eon und RWE, FTD, S. 3 - SAP-Mitarbeiter müssen Reisekosten sparen, FTD, S. 3 - SPD-Länder mit Gesetzentwurf zur Vermögensteuer - Mehreinnahmen von 11,5 Mrd Euro, FTD, S. 10 - Citigroup-Europa-Chefvolkswirt Michels hält Risiken einer Ansteckung bei Griechenland-Austritt für gross, Interview, FTD, S. 21 - Indien warnt EU wegen Steuerplänen für Luftverkehr, FT, S. 1 - HP-Übernahme von britischer Gesellschaft Autonomy führt zu Abwanderung von Mitarbeitern, FT, S. 1 - Wirtschaftsweiser Bofinger und FDP-Rebell Schäffler fordern: Banken müssen pleitegehen können, Interview, SZ, S. 19 - Geringere Kapitalerträge über Preise kompensiert. Finanzvorstand der Hannover Rück ist bei Solvency II entspannt, Interview, BöZ, S. 5 - Grossbritanniens Wirtschaftsminister Cable kann sich Eurobonds gut vorstellen, Interview, FAZ, S. 14 - Kommunen: Schuldenbremse schon 2014 nicht verkraftbar, Passauer Neue Presse ----------
/rum